Natur & Trekking


Die alpine Hochebene ist gezuckert von Raureif, erste Sonnenstrahlen blinzeln hinter dem schroffen Bergkamm hervor und die ersten Rotbrustpavian-Familien erklimmen das Kliff um zu frühstücken. Wilde Schönheit der Semien-Berge, am eindrucksvollsten erlebbar aus Wanderperspektive während eines mehrtägigen Trekkings.


Im völligen Kontrast dazu steht die heiße unwirtliche Danakil-Senke mit ihren kahlen Vulkanen, schwarzen Lavagesteinen, bizarren Salzseen, bunten Solequellen und Fumerolen. Der geheimnisvolle aktive Lavasee des Ertale lockt immer mehr Abenteurer in die abgelegene Afar-Senke und ist einzigartig auf der Erde.


Im Hochland westlich von Addis Abeba beginnt der Omo. 1000 Kilometer schlängelt er sich durch tiefe Schluchten in südlicher Richtung bis zum Turkana See und passiert Regenwälder, Savannen und anschließend sengende Wüste. Im Unterlauf bildet er die Ostgrenze des Omo-Nationalparks, dem größten Naturreservat Äthiopiens. Tierliebhaber können dort Elan-Antilopen, Büffel, Elefanten, Giraffen, Geparden, Zebras, Topi-Antilopen und Guereza Affen sowie mehr als 300 Vogelarten beobachten.



Nationalparks
Zur Erhaltung der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt hat Äthiopien 13 Nationalparks bzw. Schutzgebiete etabliert. Infolge der Bürgerkriege in den 70er Jahren befinden sich die Ökotope noch im Aufbau und sind nicht mit den wildreichen Nationalparks in Tansania, Kenia oder Botswana zu vergleichen. Die Regierung hat Landstriche unter Schutz gestellt, die aufgrund ihrer geografischen Lage bzw. Isolation ein ungewöhnlich reiches Vorkommen an endemischer Flora und Fauna haben.

Great Rift Valley
Vor wahrscheinlich mehr als 20 Millionen Jahren bildete sich infolge vulkanischer Eruptionen ein 9000 Kilometer langer Riß, der sich vom Nahen Osten bis nach Mozambique erstreckt. Der Große Grabenbruch teilt das Hochland von Äthiopien und hat neben trockenen-heißen und unfruchtbaren Landstrichen auch eine Kette herrlicher Seen entstehen lassen. Alle liegen südlich von Addis Abeba und laden zur Erholung, Erkundung und zu Vogelbeobachtungen ein.

Danakil
Gewaltige Schwefelquellen, aktive Vulkane, unermeßliche Salzstöcke und endlose Kamelkarawanen: Das ist die Wüste Danakil, die mit ihren 70 000 Quadratkilometern zu den heißesten und unwirtlichsten Regionen dieser Erde gehört. Ein Besuch dieser lebensfeindlichen Gegend beschränkt sich auf den Zeitraum Oktober bis März, wenn die gleisende Hitze etwas nachlässt und die Saltstemmer das „Weiße Gold“ abbauen.

Gheralta
Im Herzen der Provinz Tigray erwartet den Besucher das äußerst spektakuläre Landschaftsbild Gheraltas: Hoch erhaben thronen die schroffen Fels-Massive über der weiten Ebene von Hawzien. Eine Kulisse wie aus dem Western Film. Auf Banditensuche geht man hier vergebens, stattdessen warten in der Region mehr als 120 Felskirchen auf ihre Entdeckung.



Die zweitgrößten Wasserfälle Afrikas

Weiße Kaskaden in üppigem Grün: Südlich des Tanasees, beim Ort Tis Isaat, stürzen die Wasser des Blauen Nil mehr als 40 Meter in die Tiefe. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch bei den Wasserfällen, wenn das Kraftwerk oberhalb der Fälle abgeschaltet ist – dann donnert noch viel mehr Wasser als sonst nilabwärts, die Gischt sprüht in gewaltigen Fontänen, und man kann hautnah erleben, woher Tis Isaat, das “Wasser, das raucht”, seinen Namen hat.

DIAMIR-Geschäftsführer Jörg Ehrlich haben es besonders die Naturwunder Äthiopiens angetan.