Kaleb und Gebre Masqal Grab
Zwei Kilometer nordöstlich der Stadt Axum liegen auf einem Hügel die Grabmäler des Königs Kaleb und seines Sohnes Gebre Meskel aus dem 6. Jahrhundert. Von hier aus eröffnet sich ein wunderschöner Blick auf die zerklüfteten Berge von Adwa. Unter König Kaleb blühte das axumitische Reich. Während seiner letzten Lebensjahre meditierte König Kaleb als Einsiedler. Treppen führen hinunter in die Gruften mit ihren steinernen Särgen und in den Fels geschlagenen Verzierungen.

Die Zwillingsgräber weisen Raffinesse durch unregelmäßig geformte selbstschließende Steine auf, die keinerlei eiserne Befestigungselemente erforderlich machen. Von beiden Gräbern ist die Gruft von Gebre Meskel am meisten verziert. Das Grabmal besteht aus einer Kammer und fünf Räumen, von denen sich einer mit einem außergewöhnlich fein mit Schnitzereien verzierten Eingangsportal präsentiert. Innerhalb dieses Raumes befinden sich drei Sarkophage, von denen einer mit einem axumitischen Kreuz geschmückt ist. Genau wie beim Grab von Gebre Mreskel ist das Grabmal von König Kaleb über eine lange gerade Treppe zu erreichen. Im Inneren sind die Steine größer, eckiger und mit weniger Genauigkeit herausgearbeitet. Der Legende nach soll von hier aus ein geheimer Tunnel nach Arabien führen!

Das Dach Afrikas
“Wer einmal nach Äthiopien reist, sollte auf jeden Fall auch einen Abstecher in das Semien-Gebirge unternehmen. Als ich das erste Mal dort war, verschlug es mir den Atem. Wie der Grand Canyon schroff und zerklüftet aber von einem üppigen Grün, das seines Gleichen sucht. Dazu überall Rotbrustpaviane mit gigantischen Mähnen, gelb-rote Fackellilien und zahlreichen Riesenlobelien.”
Ines Lukoschat, Abenteurerin und begeisterte Bergsteigerin empfiehlt eine Trekkingtour im Semien- Nationalpark.

